Lücken im Lebens­lauf: So gestalten Sie die Arbeitssuche

Lücken im Lebens­lauf sind heute keine Selten­heit mehr und entstehen schneller als gedacht. Neben einer kurz­fri­stigen Arbeits­lo­sig­keit zwischen zwei Jobs können auch ein Auslands­auf­ent­halt, wie eine Sprach­reise, ein Sabba­tical oder die Eltern­zeit Ursache für solche Lücken im Lebens­lauf sein. Oftmals lassen sich Phasen, in denen Sie inner­halb eines bestimmten Zeit­raums nicht beschäf­tigt sind, über­haupt nicht vermeiden. Dennoch spielen sie eine Rolle, sobald Sie arbeits­su­chend sind und einen Lebens­lauf erstellen müssen.

Zwar zeigen die meisten Arbeit­geber heute im Gegen­satz zu vor 15 oder 20 Jahren Verständnis für Lücken im Lebens­lauf, dennoch sollten Sie diese verständ­lich erklären können, damit sie trotz der modernen und flexi­blen Arbeits­kultur nicht zum Karrie­re­killer werden.

Was sind Lücken im Lebens­lauf, wie entstehen sie, wie gehen Sie mit dem Thema „arbeits­su­chend im Lebens­lauf“ um und wie erklären sie Ihren Lebensweg? Gerne unter­stützen wir Sie mit unseren Tipps im nach­fol­genden Beitrag.

 

Was sind Lücken im Lebenslauf?

Als Lücken im Lebens­lauf werden allge­mein Zeit­räume bezeichnet, in denen Sie länger als zwei Monate nicht berufs­tätig waren. Auch haben Sie inner­halb dieser Zeit weder studiert noch eine Weiter­bil­dung durch­ge­führt und haben auch kein Prak­tikum absol­viert. Da es sich bei Lücken im Lebens­lauf um uner­klärte Phasen handelt, werfen diese in der Regel Fragen auf, die Sie bei einer Bewer­bung richtig darstellen und plau­sibel erklären sollten. Rund zwei Jahre als Lücke im Lebens­lauf sind akzep­tabel. Danach wird es oftmals schwie­riger für dieje­nigen, die einen passenden Job finden möchten.

 

Wie entstehen Lücken im Lebenslauf?

Ob nach der Schule, nach dem Studium oder mitten im Arbeits­leben – Lücken im Lebens­lauf entstehen aus unter­schied­li­chen Gründen und können jede Lebens­phase betreffen.

Zu den häufig­sten Ursa­chen zählen:

  • Arbeits­lo­sig­keit
  • Kündi­gung
  • lange Jobsuche
  • Neuori­en­tie­rung
  • Krank­heit
  • frei­wil­lige Auszeiten
  • Auslandsaufenthalt/Reisen
  • Sabba­ti­cals
  • Eltern­zeit

Wann werden Lücken im Lebens­lauf zum Problem?

Zeiten der Nicht­be­schäf­ti­gung wecken in der Regel immer die Aufmerk­sam­keit von Perso­na­lern. Selbst, wenn Sie heute sicher keinen aalglatten Lebens­lauf mehr vorweisen müssen und kurze bis mittel­lange Lücken im Lebens­lauf tole­riert werden, sollten Sie sich auf Nach­fragen einstellen. Schließ­lich geben die Gründe Aufschluss über Ihre Arbeit­neh­mer­per­sön­lich­keit, Ihre Inter­essen, aber auch Ihre Erfahrung.

Aber keine Sorge: Unter­nehmen legen in der Arbeits­welt 4.0 mehr Wert auf Soft Skills und bewerten insbe­son­dere Auslands­auf­ent­halte positiv, da hierbei auch eine Menge Sprach­kennt­nisse gesam­melt werden und ein hohes Maß an Selbst­or­ga­ni­sa­tion gefragt ist.

Kündi­gung, eine längere Arbeits­lo­sig­keit oder Krank­heit im Lebens­lauf lassen sich natür­lich wesent­lich schwerer erklären. Bei solchen Lücken im Lebens­lauf sollten Sie sich als Bewerber gut auf Rück­fragen vorbe­reiten oder bereits im Vorfeld genau erklären.

Wie gehen Sie mit Lücken im Lebens­lauf um?

Zunächst gilt: Verschweigen Sie Lücken im Lebens­lauf nicht und vertu­schen Sie nicht die Wahr­heit. Gehen Sie statt­dessen offen und ehrlich damit um und suchen Sie einen Weg, um diese anspre­chend zu formu­lieren. Rücken Sie dazu immer die posi­tiven Seiten und den Erfah­rungs­ge­winn in den Fokus.

Dazu einige Beispiele:

  • Durch die Eltern­zeit sind Sie stress­re­si­stenter geworden und bringen Orga­ni­sa­ti­ons­ta­lent mit.
  • Eine Reise hat Ihnen neue Sicht­weisen eröffnet, Sie haben Sprach­kennt­nisse gewonnen und können selbst­ständig handeln.
  • Bei einer Neuori­en­tie­rung haben Sie Ihre Persön­lich­keit weiter­ent­wickelt und neue Chancen erkannt.

 

Arbeits­su­chend? Lebens­lauf richtig gestalten

Eine Lücke im Lebens­lauf wird, wie alle anderen Ereig­nisse auch, als Station inklu­sive Datum im tabel­la­ri­schen Lebens­lauf darge­stellt. Daneben findet eine kurze, aber aussa­ge­kräf­tige Begrün­dung Platz, in der Sie die posi­tiven Aspekte hervor­heben. Lücken im Lebens­lauf sollten immer zeigen, dass Sie sich dabei persön­lich weiter­ent­wickelt haben.

Nutzen Sie die Zeit einer Nicht­be­schäf­ti­gung und bilden Sie sich auch tatsäch­lich weiter. Absol­vieren Sie ein Prak­tikum oder enga­gieren Sie sich sozial. All das macht Lücken im Lebens­lauf leichter nach­voll­ziehbar. Gründe wie Krank­heit oder Kündi­gung sollten Sie möglichst offen kommu­ni­zieren. Verwenden Sie dafür im Lebens­lauf „arbeits­su­chend“ als Bezeich­nung und erläu­tern Sie gege­be­nen­falls knapp die Umstände, die dazu geführt haben. Bedenken Sie, dass wir alle Menschen sind und jedem so etwas passieren kann.

Wussten Sie, dass wir bei DEKRA Arbeit Ihnen bei Lücken im Lebens­lauf unter die Arme greifen und Sie diese mit uns sogar sinn­voll füllen können? Mit einer Zeit­ar­beit über­brücken Sie Phasen ohne Job und gewinnen ferner die Chance auf eine Über­nahme in dem Betrieb, in dem Sie tätig sind. Gerne unter­stützen wir Sie ferner bei dem Erstellen der perfekten Bewer­bungs­mappe und geben Ihnen für das Vorstel­lungs­ge­spräch effek­tive Tipps an die Hand, sodass Sie schnell einen passenden Arbeits­platz finden.